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Trockensauna, Feuchtsauna, Dampfsauna oder Kräutersauna?

Kennen Sie den Unterschied? Was ist eigentlich ein Dampfbad? Wir erklären Ihnen gerne die unterschiedlichen Techniken gesunden Schwitzens.

Trockensauna
Hier wird nicht durch Aufgüsse oder andere Methoden Feuchtigkeit zugeführt. Die niedrige Luftfeuchtigkeit erlaubt hohe Temperaturen von über 90 °C.

Feuchtsauna
Die empfohlene Badetemperatur beträgt 75-85 °C bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 15-30 %. Indem man den eingebauten Luftbefeuchter des Saunaofens bereits beim Einschalten mit Wasser füllt, ist das richtige Temperatur-Feuchte-Verhältnis von der ersten Minute an gewährleistet. Durch Aufgüsse direkt auf das Steinmagazin lässt sich die Feuchtigkeit nach Wunsch weiter erhöhen.

Dampfsauna
Eine schonendere Form des Saunabads. Die Temperaturen liegen zwischen 45 und 65 °C bei einer hohen Luftfeuchtigkeit von 40-65 %. Für diese Saunaform ist ein Ofen mit eingebautem Wasserbehälter erforderlich.

Kräutersauna
Eine Variante der Dampfsauna. Dem Aufgusswasser werden flüssige Kräuteressenzen beigemischt, die den Saunaraum mit wohltuenden Düften erfüllen. Die fortschrittlichsten Tylö-Öfen sind mit separaten Behältern für sowohl Duftessenzen als auch getrocknete Kräuter ausgerüstet.

Dampfbad
Eine völlig andere Art des Schwitzbades. Der außerhalb der Kabine installierte Dampfgenerator erzeugt warme Dämpfe. Bei der extrem hohen Luftfeuchtigkeit von 100 % empfehlen sich Badetemperaturen von 40-45 °C.

 

Wichtige Entscheidungshilfen!

Kaufen Sie nur Saunaanlagen, wo keine Spanplatten oder ähnliches verarbeitet sind.
Diese “Schrott-Saunaanlagen” (bei einigen Baumärkten, Versandhäusern und bei ebay) sind billiger Müll, welcher sich nach Jahren rächt! Haben Sie sich schon mal Gedanken gemacht, was für Stoffe in Spanplatten sind? Fragen Sie deswegen mal den Verkäufer im Baumarkt, Versandhandel oder bei ebay!

Wir kaufen unseren Waren nur bei Herstellern mit langer Tradition und Qualität, denn wir möchten auch noch morgen starke Partner für Sie bereithalten und nicht “Bastelsaunaanlagen” da einkaufen, wo wir nicht wissen, ob der “Familienbetrieb / Direktvermarkter” auch in 2, 3 oder 10 Jahren noch da ist. Was nützt Ihnen die billigste Sauna, wenn Sie Jahre später keinen Service oder Ersatzteile mehr bekommen. Beachten Sie auch dies beim Saunakauf!

 

Dies sind verlässliche Hersteller:

Finnleo Sauna, Nordia Sauna & Knüllwald Helo Sauna
(deutsche Produktlinien von Saunatec, dem weltgrößten Saunahersteller)

Tylö
(die Qualitätsmarke im Saunabau mit langer Tradition aus Schweden)

Saunalux
(deutscher Hersteller, der aber z. B. Saunaöfen bei Saunatec zukauft)

 

Kurzer Spickzettel für die Planung einer Sauna / Saunabau

1. Beachten der baulichen Rahmenbedingungen

    Längenmaß, Breitenmaß, Deckenhöhe

  • Gas-, Wasser-, Heizungsrohre (Fubodenheizung), Mauervorsprünge, Nischen, Dachschrgen, Unterzüge
  • Elektrische Leitungen, Absicherung der Zuleitung, Abzweigdosen, Steckdosen, Schalter
  • Luftwechsel im Raum (Fenster, Lüfter)
  • Lage der Fenster / Türen im Raum
  • Unebenheiten / Gefälle im Fuboden
  • Beachtung von baulichen Vernderungen bis zur Montage der Saunaanlage.

2. Wahl der Saunakabine

  • Gesamtkabinenhöhe von 190 cm nicht unterschreiten
  • Mindestabstand Raumwand – Saunawand: 5 cm
  • Mindestabstand Raumdecke – Anlagendecke: 10 cm bei Finesse und Raster-Luxus-Sauna 15 cm
  • Flächenfaktor/Personenanzahl: 0,8 qm pro Person
  • Elementsauna

    • privat
    • gewerblich
    • Kombination der Holzarten, außen/innen
    • Wahl des Dämmstoffes mit Mineralwolle oder Kork

Holzarten

 

    Nordische Fichte
    Harzarmes, langsam gewachsenes Holz, sehr standfest, lebhafte Struktur mit zahlreichen kleinen eingewachsenen Ästen.

    Hemlock Tanne
    Extrem standfestes Holz des kanadischen Baumriesen. Feine Struktur.

    Nordische Kiefer
    Fast astfrei, angenehm warmer Holzton.

    Red Zeder
    Lebhaftes Farbenspiel durch unterschiedliche Maserung und natürliche Kolorierung.

Dämmstoffe

    Blockbohlensauna

    • mit Gewindestangen
    • ohne Überstände
    • mit Überständen
    • Anlagenstärke: 39, 44, 58, 68 mm

    Auswahl der Türart

    • Ganzglastür
    • Holzkonstruktion mit verschiedenen Scheibengrößen und -arten, Klar- oder Bronzeglas

    Bestimmung des Transchlags

    • DIN links oder DIN rechts nur bei einer Scheibe oben oder Triangel (angeben)

    Zusätzliche Sonderausstattungen am Kabinengehäuse

    • Glaselemente / Fenster feststehend oder beweglich
    • Einbauen von Sprossen in Tür, Fenster oder Glaselemente
    • Dachschrägen (Gradzahl, Angabe der Raummaße, Deckenhöhe)
    • Einbau von Revisionsklappen
    • Anschlussverkleidung an Wand oder Decke (durchgehende Verbretterung)

3. Bestimmung der Inneneinrichtung

  • Normal
  • Verstärkt (gewerblich)
  • Exklusiv
  • Anforderung der Liege

    • Gerade
    • "L"-Form
    • Liegenbreite
    • Anzahl der Liegenebenen
    • Auftritt erforderlich
    • Untergestell notwendig
    • Ofen links oder rechts

    Sitz des Ofens

    • Ofenschutzgitter
    • Zuluftöffnung im Ofenbereich (unten)
    • Abluftöffnung diagonal zur Zuluft
    • Anschlussmöglichkeit des Ofens (Kabelkanal)

4. Festlegung der elektrischen Komponenten

    Auswahl des Ofens

    • Heizleistung abhängig vom Kabinenvolumen
    • Bestimmung der Steuerung in Abhängigkeit vom Ofen
    • Grundheizgeräte
    • Kombiheizgeräte (z.B. Steamy)
    • Sonderbestimmungen bei Holzbeheizten Heizgeräten
    • Werksauskunft beachten

    Auswahl der Beleuchtungsart

    Hitzebeständiges Silikonkabel zum Anschluss von Ofen, Steuerung und Lampe

    • Kabelquerschnitt: drei- oder fünfaderig
    • Meterzahl je Kabelart

 

Lüftung ist wichtig

Das Saunabad hat eine lange Tradition. Und auch das Ventilationsprinzip folgt einer langjährig bewährten Sauna-Tradition, die auf grundlegenden physikalischen Gesetzen aufbaut. Die Zuluft strömt dabei durch die Belüftungsöffnung unter dem Saunaofen ein, während die Abluftöffnung möglichst weit vom Ofen entfernt, diagonal an einem hohen Punkt an der gegenüberliegenden Wand des Saunaraums liegen soll. Bitte beachten: niemals ein mechanisches Lüftungssystem in der Sauna installieren. Das Prinzip der Selbstzirkulation, das wir hier beschreiben, ist funktionssicher, spart Energie und sorgt für das angenehmste Saunaklima. In der traditionell gelüfteten Sauna (Abb. 1) können Sie das Temperaturniveau selbst bestimmen. Während viele Saunafreunde auf der oberen Liege anfangen, um nach einiger Zeit in einer tieferen, „gemäßigten Klimazone“ fortzusetzen, genießen andere bis zur letzten Minute den vollen Wärmegenuss auf der oberen Liege. Auch diese persönliche Wahlfreiheit ist Teil unserer Sauna-Philosophie. Warme Luft steigt nach oben. Deshalb herrschen logischerweise in den oberen Regionen des Saunaraums die höchsten Temperaturen. Es gibt auch Saunahersteller, die ein anderes Lüftungsprinzip empfehlen (Abb. 2). Hier liegt die Zuluftöffnung in der Decke über dem Saunaofen, das Abluftventil auf Bodenhöhe. Diese Lösung bewirkt, dass die Temperatur auf oberer und unterer Liege nahezu gleich ist. Die warme, über dem Ofen aufsteigende Luft wird durch die Zuluft zurückgepresst, was vom Sicherheitsstandpunkt äußerst fragwürdig ist. Unabhängige Tests zeigten, dass die Lufttemperatur 10 cm über dem Ofen (bei einer Badetemperatur von 90–120 °C) je nach Ausgangsleistung des Ofens 160 bis zu 320 °C betragen kann. In einer falsch gelüfteten Sauna besteht dabei die Gefahr, dass die Wand hinter dem Saunaofen überhitzt wird, wobei es zur sogenannten Trockendestillation des Holzes kommen kann.

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